Die Wichtigsten Wasserwerte im Aquarium
Weder in tropischen Gewässern, noch in klarem Leitungswasser sieht man mit bloßem Auge, welche chemischen und organischen Substanzen darin enthalten sind. In allen verschiedenen Arten von Wasser und Gewässern, sind andere Wasserwerte vorhanden, und somit auch für die Fische optimal. Gute Wasserwerte geben nicht nur den Fischen ein besseres Lebensumfeld, sondern auch Microorganismen und Pflanzen sind davon positiv oder auch negativ betroffen. Darum ist eine entsprechende Wasseraufbereitung unerlässlich. Dies fängt schon bei der Wasserbeschaffung an. Während in Deutschland meist Trinkwasser aus der Leitung kommt, welches unbedenklich für das Aquarium ist, so können auch Rohre aus Blei, Kupfer oder Zink im Haus verbaut sein, welche die Wasserqualität beeinflussen.
Nitrit
Organische Reste im Wasser, wie zum Beispiel der Kot der Fische, Futterreste oder Pfanzenteile, werden im Wasser zu Ammonium und Ammoniak zersetzt. Dieses wird anschließend von Bakterien zu Nitrat (NO3) umgewandelt. Dabei entsteht teilweise giftiges Nitrit (NO2). Wenn man das Aquarium neu einrichtet, sind diese nüzlichen Bakterien noch nicht in ausreichender Menge vorhanden. Abhilfe können dabei Starterbackterien aus dem Aquaristikshop schaffen. Erst wenn der Nitrattest kein Nitrit mehr nachweisen kann, dürfen die Fische eingesetzt werden. Der Nitratgehalt sollte immer unter 40mg pro Liter Wasser liegen.
Die Wasserhärte
Auch wichtig für Aquarienfische und Pflanzen, ist die Wasserhärte. Dabei wird die Gesamnthärte durch den Magnesium und Kalziumgehalt bestimmt. Messen kann man diese Werte mit einem GH-Test aus dem Aquarienshop. Ein °dGH bedeutet ein "Grad deutscher Härte" und entspricht 10 mg Kalziumoxid auf einen Liter Wasser. Die meisten der üblichen Aquarienfische stammen aus Gewässern mit Weichwasser. Dadurch ist Leitungswasser durch seine vielen Härtebildner nicht geeignet. Auch Dekorationsmaterial kann die Wasserhärte beeinflussen. Abhilfe schafft das zugeben von destiliertem Wasser oder der Einsatz einer Umkehrosmoseanlage. Ein guter GH-Wert sollte im Aquarienwasser bei etwa 3°dGH liegen. Dann gibt es da noch die Karbonathärte (KH). Auch diese ist sehr wichtig für das Wohlbefinden der Fische. Die KH-Härte ergibt sich dabei durch die Anzahl der im Wasser gelösten Hydrogenkarbonate, welche das Absinken des pH-Wertes verursachen können. Dies Karbonathärte sollte ungefähr zwischen 2 und 8 °KH liegen.
Der pH-Wert im Aquarium
Der pH-Wert wird duch den Säure und Basengehalt im Wasser festgelegt. Der Wert 7 bedeutet dabei "neutral", Werte unter 7 sind als "sauer" zu bezeichnen. Alle pH-Werte über 7 sind "alkahlisch" oder auch basisch. Ideal für die Fische ist meistens ein Wert von 5-8,5. Dies ist jedoch sehr stark von der jeweiligen Fischart abhängig.
Schwermetalle im Wasser
Da das Aquarienwasser fast immer aus standart Wasserleitungen entnommen wird, können sich auch Schwermetalle im Wasser befinden. Die Fische in der Natur haben normalerweiße keinen Kontakt mit diesen schädlichen Giften. Schwermetalle kommen meist durch Rohre aus Kupfer, Eisen oder Blei mit ins Wasser. Aber auch die Chlorzugabe von Wasserwerken kann die Ursache sein. Um die Menge an Schwermetallen zu reduzieren, ist ein Teilwasserwechsel alle 2 Wochen ratsam.