Die Organe der Zierfische
Die Atmungsorgane:
Die Kiemen sind die Atmungsorgane der Fische. Indem sie durch das Maul Frischwasser aufnehmen und es über die Kiemen leiten, kann durch diesen Vorgang bis zu 95% der im Wasser enthaltenen Sauerstoff aufgenommen werden. Diese hohe Umsatzrate ist erforderlich, da Aquarienwasser eine hohe Dichte besitzt und nur ungefähr ein Dreißigstel des Luftsauerstoffes enthält. Es gibt auch Zierfische, die noch atmosphärische Luft aufnehmen können, und dabei an der Wasseroberfläche Atmen. Speziell die Layrinthfische haben ein außergewöhnliches Atmungsorgan. In ihrem Kopf ist ein Labyrinth, welches ihnen ermöglicht Luft an der Wasseroberfläche aufzunehmen. Verwehrt man diesen Fischen den Zugang zur Wasseroberfläche, ersticken sie. Fischlarven nehmen so lange Sauerstoff über die Haut auf, bis ihre Kiemen vollständig ausgebildet sind.
Die Sinnesorgane:
Fische besitzen eine Reihe von Sinnesorganen, mit denen sie ihre Umgebung wahrnehmen können. Das Seitenlinienorgan erfasst Strömungen und Druckänderungen des Wassers. Mit diesem Ferntastsinnesorgan können die Fische Beutetiere orten und Hindernisse erkennen. Die Geschmacksknospen befinden sich auf der kompletten Körperoberfläche des Fisches, jedoch sind besonders viele Geschmacksknospen im Maulbereich. Obwohl Zierfische keine sichbahren Ohren besitzen, haben sie ein Gehör. Ihr Innenohr ist dabei mit der Schwimmblase verbunden, was ihnen ermöglicht Geräusche wahrzunehmen. Salmer und Weißfische, die die sogenannten weberschen Knöchelchen besitzen, welche das Ohr mit der Schwimmblase verbinden, haben ein besonders hoch entwickeltes Hörvermögen. Die Augen sind von Fisch zu Fisch unterschiedlich ausgeprägt. Während sich zum Beispiel bei den blinden Höhlensalmlern die Augen zurückgebildet haben, besitzen andere Zierfische wiederum sehr gute Sehfähigkeiten, zum Teil auch mit Farbwahrnehmungen. Gerade diese Fischarten sind besonders bunt und schillernd, gerade die Männchen. Das Seitenlinienorgan hilft den Fischen bei der Orientierung. Damit können elektrische Veränderungen wahrgenommen werden, welche zum Beispiel vom Herzschlag anderer Fische hervorgerufen werden. Bei wandernden Fischarten hilft es auch noch in dem Sinne, dass sie damit das elektrische Feld der Erde wahrnehmen können.
Die inneren Organe:
Wird ein Fisch aufgeschnitten, so kann man mit bloßem Auge sofort einige Organe wie das Herz, die Leber, die Niere, die Milz, Die Schwimmblase oder den Magen und manchmal auch den Darm erkennen. Die Funktionen dieser Organe entsprechen zun größten Teil denen, von Säugetieren, wobei natürlich einige Abweichungen vorhanden sind. So übernimmt zum Beispiel der vordere Teil der Niere bei Fischen die Funktion mit des Knochenmarks bei Säugetieren, da Fische kein Knochenmark besitzen. Die Darmlänge ist analog zu den Säugetieren, von der Art der Ernährung abhängig. Je mehr pflanzliche Nahrung aufgenommen wird, desto länger ist der Darm.